Test – Bergschuhe für jede Tour

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Die „leichten“ Bergschuhe haben alle eine Aufnahme für automatische Steigeisen an der Ferse. Die Schuhe, die eher von der Wanderrichtung kommen, haben dies nicht. Einzige Aus­nahme bildet hier der Cresta von Aku.

Und wer sich mit dem Thema etwas auseinandersetzt, wird schnell zu der Vermutung kom­men: „Dann müssten doch eigentlich die Schuhe die opti­malen Allrounder sein, wenn sie genau zwischen den klar defi­nierten Kategorien Trekking und Bergsteigen liegen.“

Bingo! Es sind im Test etliche perfekte Allrounder vertreten. Wer einen Schuh haben möchte, mit dem er auf dem Ammergauer Hörnle ebenso gut unterwegs ist wie am Matter­horn, der ist in dieser Kategorie sehr gut aufgehoben. Vielleicht nicht mit jedem Modell, aber mit vielen.

BEIM PRAXISTEST gab es drei Schuhe, an denen keiner der Tester etwas auszusetzen hatte. Egal ob großer Fuß oder kleiner, egal ob Mann oder Frau, egal ob jung oder älter. Und als absolu­ter Favorit kristallisierte sich ein Hersteller heraus, den man hier nicht unbedingt vermutete hät­te. Denn dieser Hersteller ist im Schuh-Business noch nicht allzu lange zu Hause, vor allem nicht im Bereich der Bergschuhe: Salewa. Die Italiener glänzen mit einem tollen Leisten, der sehr vielen Füßen gerecht wird. Die geräumige Frontbox lässt den Zehen genügend Platz, nach dem Ballen traut sich Salewa aber an den Fuß ran und schafft somit einen tollen Kraft­schluss bzw. Halt. Der Leisten ist nicht so voluminös wie einige andere, engt aber auch nicht ein. Die Schnürung ist effektiv, Front und Mittelbereich lassen sich mittels der neuartigen Klemmen voneinander entkop­peln. Gleiches gilt natürlich für die Schaftschnürung, aber das ist normal. Einzig die Spielerei mit dem 3D-Schnürsystem und dem dazugehörigen Kabelzug haben wir als Gimmik empfun­den: Uns ist es auch bei festes­ter Schnürung nicht gelungen, Zug auf das Drahtkabel zu bekommen. Aber das System stört auch nicht. Es passt aber zu der Salewa-Linie: Die Optik spielet eine wichtige Rolle.

Dem Bergschuh-Neuling dicht auf den Fersen ist ein alteinge­sessener Bergschuh-Bauer: La Sportiva. Der oben schon erwähnte Nepal Trek Evo ent­puppt sich, einmal am Fuß, als deutlich zahmer, als die Optik vermuten lässt. Er rollt super ab, hat einen sehr guten Leis­ten und glänzt durch eine besonders gute Schaftkonstruk­tion. Diese ermöglicht auch das hohe Maß an Beweglichkeit im Fußgelenk. Außerdem hat der Schuh trotz fester Fußform kei­nerlei Neigung zu Gehfalten, was zum einen auch an dem guten Schaft, zum anderen am guten Abrollverhalten liegt.

Der dritte im Bunde der Sieger ist der Hanwag Ferrata Combi. Der Schuh hat einen sehr fle­xiblen Schaftaufbau und eine stabile Sohle. Es gab keine Tes­ter, der mit dem Schuh nicht zurechtgekommen wären. Der Ferrata Combi rollt gut ab und vermittelt sehr guten Halt. Ein rundum gelungener Schuh und ein guter Kompromiss zwischen Wander- und Alpinschuh.

Wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Der Boreal Maipo, der an sich einen sehr guten Eindruck macht, hat ein sehr merkwürdiges, unharmonisches Abrollverhalten.

Der Mammut Cascade hat zwar eine gute Sohlenkonstruktion, allerdings schwächelt der Schaft, zumindest bei den Her­rengrößen. Hier bildeten sich beim Abrollen Falten, die nicht sein sollten und sicherlich über kurz oder lang zu Problemen führen.

Der Millet Grepon rollt ab wie ein Brett, der Schuh ist hart. Ein technischer Bergschuh für spezielle Einsätze, aber ganz sicher kein Allrounder. Und die waren es schließlich, auf die wir es abgesehen hatten.

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